Landlocked nennt man im Englischen Länder ohne Küste, die Schweiz zum Beispiel oder Österreich. Irgendwann haben sich Surfer das Wort geliehen, für alle, die mit dem Kopf im Line-up sitzen und mit dem Rest im Binnenland wohnen.
In Deutschland sind das ziemlich viele. Selbst von Hamburg aus sind es gut zwei Stunden bis an die Nordsee, und dort läuft es auch nur, wenn Wind, Swell und Tide zusammenpassen. Von München, Köln oder Leipzig aus wird aus einer Session schnell ein Roadtrip.
Küstensurfer können wählerisch sein. Sie warten auf den perfekten Tag und lassen eine mittelmäßige Session auch mal aus, morgen kommt ja wieder was. Wer landlocked lebt, nimmt jeden Break mit, den er kriegen kann: die eiskalte Session im Februar, den kniehohen Windswell in Holland, die Tiefgaragenauffahrt um die Ecke. Wie das zwischen den Trips klappt, steht hier.